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Wie entsteht eigentlich eine Brandblase?

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MAZ, 08.07.2015  

KINDERFRAGEN

Wie entsteht eigentlich eine Brandblase?

Tommy, (7 Jahre) möchte wissen: Warum entsteht eine mit Wasser gefüllte Blase, wenn man sich verbrennt?

Die Haut ist zwar das größte Organ unseres Körpers, aber meist nur zwei bis drei Millimeter dick. Sie besteht aus zwei Schichten: Einer dünnen Oberhaut und einer etwas dickeren Lederhaut. Wenn wir uns oberflächlich verbrennen - zum Beispiel mit heißem Wasser - schwillt die Haut an dieser Stelle an. Dadurch haben die kleinsten Blutgefäße in der Haut immer weniger Platz und das Blut staut sich zurück. Wie in einem Fluss, in dem das gestaute Wasser immer höher steigt und irgendwann über das Ufer tritt, laufen auch die Blutgefäße über. Diese Überschwemmung passiert überall unter der Verbrennung. Die Flüssigkeit läuft in der Mitte wie in einem Stausee zusammen und schiebt sich dabei zwischen Oberhaut und Lederhaut. Das ist die Brandblase.

In diesem See unter der Haut sammeln sich nicht nur Blut und Wundflüssigkeit, sondern auch schädliche Stoffe, die durch die Verbrennung entstehen. Deshalb wird der Arzt die Haut über der Blase meist entfernen, damit der Stausee abfließen kann. Das tut nicht weh. Unter einem Verband heilt so eine Verbrennung innerhalb einer Woche ab.

Alexander Schönborn ist Chefarzt am St.-Josefs-Krankenhaus Potsdam für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Er war langjährig in Verbrennungszentren tätig und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin. Die Rubrik „Kinder fragen" entsteht in Kooperation mit dem Potsdamer Verein pro Wissen.